Werbung

Strommast auf Bauland

Befindet sich ein Strommast auf einem Grundstück, das eines Tages Bauland wird, und möchte der Grundstückseigentümer ihn deshalb verlegen lassen, so muss er die Kosten dafür tragen.

Ein Energieversorgungsunternehmen und ein Grundstückseigentümer schlossen einen Vertrag, nach dem ein Strommast auf dessen Weideland errichtet werden durfte, was auch geschah. Jahre später wurde die Weide als Bauland ausgewiesen. Der Eigentümer, der dort ein Wohnhaus errichten wollte, kündigte den Vertrag und verlangte von dem Versorgungsunternehmen, den Mast zu entfernen. Dieses war jedoch der Meinung, der Eigentümer müsse zumindest die Kosten der Verlegung tragen. Als der Mann sich weigerte, kam es zum Streit. Der Fall ging vor Gericht.

Die Richter des OLG Koblenz (Urteil vom 14.11.2002, Az: 2 U 462/02) gaben dem Energieversorgungsunternehmen Recht. Der Strommast sei ehemals zulässig auf der Weide errichtet worden. Nachdem diese als Bauland ausgewiesen wurde, habe der Grundstückseigentümer auch die Verlegung des Mastes fordern können. Da sein Wunsch, auf dem ehemaligen Weideland zu bauen, aber allein in seine Sphäre falle, müsse er die Kosten der Verlegung selbst tragen- und nicht das Versorgungsunternehmen, so die Richter.

Bild: baupresse24

bauen. wohnen. leben.www.homesolute.com

Wissenswertes zum Thema Grundstück

Werbung