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Energiekonzept

Beim Neubau müssen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung berücksichtigt werden. Mit hochwertiger Dämmung, regenerativen Energiequellen und einem auf die Bewohner abgestimmten Konzept können der Verbrauch reduziert und die Kosten gesenkt werden.

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Novellierte EnEV, erneuerbare Energien, U-Werte, Effizienzhäuser und ein Dschungel an förderfähigen Maßnahmen – mit dem Begriff „Energiekonzept“ werden die unterschiedlichsten Dinge assoziiert. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Idee einer ganzheitlichen Gestaltung und Abstimmung unterschiedlicher Komponenten im Hausbau.

 

EnEV 2016 und EEWärmeG 2011

 

Bei der Hausbauplanung oder der Sanierung von Bestandsgebäuden müssen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014, gültig seit Mai 2014) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG 2011) erfüllt werden. Die EnEV beschränkt den Primärenergiebedarf in Gebäuden sowie den Wärmeverlust durch die Gebäudehülle. Sie trat am 1. Mai 2014 in Kraft, wurde aber mit Beginn dieses Jahres verschärft. Der Jahres-Primärenergieverbrauch muss demnach um 25 Prozent gesenkt werden, während die energetischen Anforderungen bei der Wärmedämmung der Gebäudehülle um 20 Prozent steigen. Das EEWärmeG fordert, dass ein bestimmter Teil der benötigten Wärme oder Kälte aus erneuerbaren Energiequellen oder anerkannten Ersatzmaßnahmen stammt. Beide Verordnungen dienen als Grundlage für das Energiekonzept eines Haushalts. Um die Anforderungen zu erfüllen, sind eine umfassende Gebäudedämmung sowie die Nutzung regenerativer Energiequellen unerlässlich.

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Dämmung: Wärmeverlust reduzieren

 

Durch eine gute Dämmung sinkt der Primärenergiebedarf eines Hauses – also der gesamte Energiebedarf, der für Heizung, Lüftung, Kühlung und Warmwasser anfällt – weil der Wärmeverlust reduziert wird. Kennzahl für diesen Wärmeverlust ist der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient, der häufig auch als „U-Wert“ bezeichnet und in der Einheit W/(m²K) angegeben wird. Je kleiner dieser Wert, desto weniger Heizwärme geht durch ein Bauteil verloren und desto besser ist die Dämmung. Doch was soll der Hausbauer oder –besitzer am besten dämmen, wie und womit eigentlich? Zwar ist die Dämmung an sich zum Standard geworden, pauschale Lösungen gibt es jedoch nicht. Jedes Haus ist anders, hat andere Schwachstellen und bauliche Voraussetzungen, auf die eine Dämmung abgestimmt werden muss. Eine fachkundige Bestandsaufnahme und kompetente Beratung durch einen Experten sind somit dringend erforderlich damit die erwünschte Heizkostenersparnis nicht nur Wunschdenken bleibt.

 

 

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Energiequellen: regenerativ statt fossil

 

Als erneuerbare oder regenerative Energien werden Energiequellen bezeichnet, die praktisch unbegrenzt zur Verfügung stehen. Dazu zählen unter anderem Sonnenenergie, Windkraft und Erdwärme. Das EEWärmeG verpflichtet einen Hausbauer, den Wärmeenergiebedarf seiner Immobilie anteilig mit diesen erneuerbaren Energien zu decken. Um dem Gesetz zu entsprechen hat der Hauseigentümer verschiedene Möglichkeiten. Zur Warmwasseraufbereitung machen beispielsweise solarthermische Anlagen Sinn, während mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach Solarstrom gewonnen werden kann. Zum Beheizen der Räume gibt es ebenfalls umweltschonende Alternativen zu fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl. Eine Wärmepumpe beispielsweise nutzt die natürliche Wärme der Umgebung. Dabei können je nach System Luft, Wasser und Erde als Wärmespender dienen. Als Antriebsenergie dient einer Wärmepumpe im Idealfall Ökostrom, was ein komplett CO2-freies Heizsystem ermöglicht. Aber auch Holz rückt als Brennstoff wieder mehr und mehr in den Vordergrund. Die Vorteile: Es ist nachhaltig, effizient und relativ preisstabil. Ein Pellet- oder Kaminofen erzeugt somit angenehme Wärme, die noch dazu CO2 neutral ist.

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Sparsame Elektrogeräte

 

Auf „Stromfresser“ im Haus kann jeder gut verzichten, denn der Strompreis steigt von Jahr zu Jahr. Bei der Anschaffung eines neuen Elektrogerätes ist es deswegen sinnvoll, auf die Energieeffizienzklasse des Gerätes zu achten. Alle europäischen Hersteller sind dazu verpflichtet, ein so genanntes Energielabel gut sichtbar auf ihren Waren anzubringen. Neben dem Hersteller, der Modellbezeichnung und dem Stromverbrauch sind darauf auch andere wichtige Geräteeigenschaften zusammengestellt. Mithilfe des Energielabels soll der Verkauf von energiesparenden und somit umweltfreundlichen Elektrogeräten gefördert werden. Die Energieeffizienzklassen reichen dabei von der Klasse A+++ als bester Wert bis hin zur Klasse D als schlechtester Wert. Diese Einteilung macht es leichter, sparsame Geräte zu erkennen und somit auf längere Sicht den Geldbeutel und die Umwelt zu schonen.

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