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Fußboden

Bei der Wahl des Fußbodens stehen verschiedene Materialien von Holz über Keramik bis zu Textilien wie Teppich zur Verfügung. Jedes hat seine Vor- und Nachteile.

Unterschiedliche Holz- und Verlegearten machen Parkett zu einem der beliebtesten Bodenbeläge. Durch die Schiffsboden-Verlegung kommen die unterschiedlichen Nuancen der Dielen gut zur Geltung. Im Zusammenspiel mit einer simpel gestalteten Wand strahlt der Raum Wärme aus. (Bild: Fotolia)

Auf Schritt und Tritt wird er tagtäglich strapaziert: der Fußboden. Er muss vielen Belastungen wie Schuhabsätzen, Sonneneinstrahlung, Nässe und Verrücken der Möbel standhalten und ist zudem ein gestalterisches Element im Raum. Es gibt ihn in allen denkbaren Varianten von weichem Teppich über robustem Laminat bis hin zu kühlen Fliesen. Bevor man sich für einen neuen Bodenbelag entscheidet, sollte klar sein, welches Material verwendet werden soll und welche Stärken es hat.

 

Parkett

 

Parkett gilt als edler, hochwertiger Boden und passt durch die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten in jeden Raum. Mehr als 50 verschiedene Holzarten werden zu dem beliebten Bodenbelag aus Echtholz verarbeitet. Der natürliche Look des Bodens schafft sofort eine gemütliche und behagliche Atmosphäre. Klassisches Einsatzgebiet von Parkett sind Wohn- und Schlafbereiche, aber auch im Badezimmer kann es verlegt werden. Dabei sorgt eine spezielle Beschichtung dafür, dass stehendes Wasser keinen Schaden am Boden hinterlässt, solange es innerhalb kürzester Zeit von einigen Minuten weggewischt wird. Im Flur hingegen kommt die Schwäche des Bodens zu Tage: Parkett ist anfällig für Kratzer sowie Macken und sollte daher nicht zu häufig mit Straßenschuhen betreten werden. Kleine Steine, die in der Sohle stecken, können den Boden schnell verkratzen. Doch Gebrauchsspuren bleiben auch bei sorgfältiger Pflege nicht aus. Um dem Parkett wieder ein unbeschadetes Aussehen zu verleihen, kann es abgeschliffen und wieder aufgearbeitet werden.

Laminat

 

Laminat ist vielfältig, pflegeleicht und einfach zu verlegen – kein Wunder, dass seine Beliebtheit als Bodenbelag konstant wächst. Von natürlichen, klassischen Laminaten in Ahorn- und Eiche-Optik, über dunkel gefärbte Hölzer bis hin zum Vintage-Look: Die Dekorvielfalt von Laminat kennt keine Grenzen. Im Gegensatz zu Parkett ist Laminat jedoch kein Echtholz, sondern Kunststoff, in den Fotopapier mit Holzoptik eingearbeitet wird. Damit ist es deutlich günstiger als Parkett, allerdings auch nicht so langlebig, da es nicht abgeschliffen werden kann. Bei der Auswahl des passenden Laminatdekors gilt es, sowohl die Einrichtung, als auch die spätere Raumwirkung zu beachten. Helle Böden lassen den Raum größer wirken, dunkle Böden verleihen Gemütlichkeit.

Pflegeleicht, widerstandsfähig und optisch vielseitig - Fliesen haben ihr angestaubtes Image ordentlich aufpoliert. Durch ihre leicht zu reinigende Oberfläche kommen sie gern im Eingangsbereich zum Einsatz. (Bild: Fotolia)

Fliesen

 

Große Vielfalt und wachsende Gestaltungsmöglichkeiten durch unterschiedliche Formate, Dekore und Oberflächen machen Fliesen für Bäder, WC und Küchen ideal. Auch in Wohnzimmern und Schlafbereichen wird die strapazierfähige, leicht zu reinigende Alternative geschätzt. Richtig verarbeitet sind Fliesen ein Baustoff fürs Leben. Es gibt sie als Steingut- und Steinzeug- bzw. Feinsteinzeugfliesen. Die bei höheren Temperaturen gebrannten Steinzeugfliesen zeichnen sich durch eine deutlich niedrigere Wasseraufnahme aus und sind somit belastbarer. Sie können  anders als Steingutfliesen  als frostsicherer Baustoff auch im Außenbereich verbaut werden. Neben optischen Aspekten sind unterschiedliche Einsatzbereiche und Rutschfestigkeitsklassen zu beachten. Rutschfeste Fliesen sollten auf Treppen und in Feuchtbereichen verlegt werden. In häuslichen Duschen mit Bodenabläufen wird der Belag häufig als Kleinmosaik verwendet, das durch hohen Fugenanteil bereits rutschhemmend wirkt. Im Badezimmer ist die richtige Abdichtung unter den Fliesen wichtig.

Kork ist ein natürlicher Bodenbelag, der sehr weich ist. Er dämpft Geräusche und ist damit das Mittel der Wahl fürs Kinderzimmer. (Bild: Fotolia)

Kork

 

Kork hat sich vom Außenseiter zum beliebten Fußboden entwickelt. Er zerkratzt nicht so schnell und dämpft Geräusche ab. Daher ist der eher weiche und warme Belag optimal für Kinderzimmer. Das reine Naturprodukt verbindet traditionelle Werte mit innovativer Technologie und modernem Design. Die Musterpalette reicht von mediterran über klassisch-schlicht bis hin zu puristisch-modern, von Marmor- über Fliesen- oder Stein- und Parkett-Look. Möglich machen dies moderne Fertigungsverfahren, die aus dem charakteristisch warmen und energiesparenden „Barfußbelag“ optisch auch einen kühl-eleganten Designerboden machen.

 

 

 

Linoleum

 

Linoleum ist sehr strapazierfähig, fußwarm und gut zu pflegen. Der ehemals unattraktive, grau-beige gesprenkelte Bodenbelag der Vor- und Nachkriegszeit geriet zu Unrecht fast in Vergessenheit. Dabei hat er viele Vorzüge aufzuweisen: Er ist im Vergleich zu anderen Böden günstig, wird aus natürlichen Rohstoffen hergestellt und besitzt antistatische, sowie bakterien- und pilzhemmende Eigenschaften. Heutzutage gibt es ihn in vielen farbenfrohen Designs, was ihn im wahrsten Sinne des Wortes wieder salonfähig macht. 

 

 

Teppichboden sorgt für das flauschige Gefühl unter den Füßen. Wer beim Kauf besonders auf Wohngesundheit achtet, kann sich an bestimmten Siegeln orientieren. Wichtig ist das vor allem für den Einsatz im Kinderzimmer. (Bild: Fotolia)

Teppich

 

Der Teppichboden ist der meistverkaufte Bodenbelag. Er kann in fast allen Wohnbereichen eingesetzt werden und besticht durch das angenehm weiche Trittgefühl. Zudem ist er lärmschluckend, wärmedämmend und fußwarm. Ein weiterer Vorteil ist, dass Teppich relativ preisgünstig ist. Teppichböden werden zum einen nach der Oberflächen-Struktur und zum anderen nach der Herstellungs-Art unterschieden. Im Design sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es gibt Teppichböden in den verschiedensten Farben und Mustern. Eine Orientierungshilfe bei der Auswahl des passenden Teppichs bieten verschiedene Siegel. Das Siegel der Europäischen Union bezieht sich auf die Strapazierfähigkeit und die Eigenschaften des Teppichs. Das Siegel des Deutschen Teppich-Forschungsinstitutes gibt Auskunft über Inhalts- und mögliche Schadstoffe. Ähnlich ist das Zertifikat der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichböden. Hier wird besonders auf die Schadstoffausdünstung und die umweltfreundliche Herstellung geachtet.

Fußbodenleisten runden die Raumoptik ab. Sie sorgen für einen einwandfreien Übegang zwischen Wänden und Bodenbelag. In diesem Beispiel wird die hohe Leiste zwischen Wand in Taupe und dunklem Fischgrät-Parkett zum echten Highlight. (Bild: Fotolia)

Fußleisten

 

Den letzten optischen Schliff erhält ein Fußboden durch die Leiste. Sie bildet den Übergang von der Wand zum Boden und sorgt für eine saubere und ordentliche Kante. Doch die Fußleiste kann mehr. Als Hohlraum gestaltet können störende Kabel in ihr versteckt werden. Dies sieht nicht nur schöner aus, sondern ist auch sicherer. Sollte ein Loch in die Wand gebohrt werden müssen, muss man keine Angst haben, dabei ein Kabel zu treffen und Kabel, die sonst lose auf dem Boden liegen würden, können in der Fußleiste versteckt nicht zur Stolperfalle werden. Modern sind momentan hohe Leisten, die dem Raum eine exklusive Note verleihen und ein edles Designelement darstellen.

Fußbodenheizung

 

Barfuß aus dem Bett ins Bad und in die Küche: Fußbodenheizungen stehen auf der Wunschliste weit oben, weil sie ein angenehmes Wohnklima versprechen. Moderne Fußbodenheizungen zählen zu den zukunftsweisenden Systemen für Hauswärmetechnik auf der Basis von Strom. In neuen Niedrigenergie- und Passivhäusern finden Systeme zur Vollbeheizung Anwendung, die im Estrich eingebettet werden. Auch für die nachträgliche Installation im Rahmen von Modernisierungen und Sanierungsmaßnahmen in Altbauten und Baderneuerung sind Fußbodenheizungen eine energieeffiziente und äußerst komfortable Lösung.

 

 

Das Verlegen von Parkettdielen kann in der Regel auch vom Heimwerker vorgenommen werden. (Bild: Fotolia)

Verlegen

 

So verschieden die Fußbodenbeläge in ihrer Beschaffenheit sind, die Verlegetechnik ist bei den meisten Kleben oder Klicken. Fliesen, Linoleum und Teppich werden mit speziellen Leimen befestigt. Beim Fliesenlegen kommt anschließend noch das Verfugen dazu. Auch Kork, Laminat und Parkett kann geklebt werden, allerdings gibt es auch die Klick-Variante. Die einzelnen Dielen besitzen an den Längs- und Kopfseiten jeweils eine Nut und eine Feder, die einfach ineinandergeschoben werden. Das spart Zeit und ist auch beim Austausch des Bodens nicht so aufwendig wie die verleimte Variante.

Gereinigt werden sollten empfindliche Böden wie Parkett mit dem Staubsauger. Beim Fegen besteht die Gefahr, dass kleine Steinchen Kratzer auf der Oberfläche hinterlassen. (Bild: Fotolia)

Pflege

 

Fußböden werden tagtäglich strapaziert – sei es durch Schmutz, Abrieb oder Nässe. Bei der Pflege der verschiedenen Fußböden gibt es ein paar Dinge zu beachten. Parkett oder Laminat zu saugen ist beispielsweise besser als es zu kehren, denn so werden Steinchen und grober Schmutz nicht über den Boden gekehrt und Kratzer vermieden Auch liegt Staub nur lose auf Parkett, Laminat oder Kork und wird durch das Kehren eher aufgewirbelt anstatt beseitigt. Zu viel Wasser beim Wischen schadet den Holzböden, ein nebelfeuchter Lappen mit Reinigungsmitteln reicht vollkommen aus. Fliesen lassen sich leichter reinigen, da ihnen weder Wasser noch häufiges Reinigen mit Schrubber und Wischlappen etwas anhaben. Linoleumböden können laut Stiftung Warentest bei falscher Pflege mit alkalischer Schmierseife leiden, denn sie greift die Oberflächen an. Besser sei hier Wischwasser mit Neutralseife oder Spezialreiniger. Bei Flecken auf Teppichen sollte sofort gehandelt werden, denn sind sie festgetrocknet, können sie nur schwer entfernt werden. Regelmäßiges Saugen ist besonders bei Teppichen wichtig, um sie langlebig und richtig sauber zu halten.

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