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Haustechnik

Die Haustechnik geht heutzutage weit über elektronische Geräte hinaus. Miteinander vernetzt kann sich das Haus teilweise selbst bewachen und sein Raumklima regulieren. Auch der Wohnkomfort steigt durch moderne „Smart Home“-Technologien, die es ermöglichen, viele Geräte per App zu bedienen.

Über das Computernetzwerk können Filme, Musik und Bilder überall im Haus wiedergegeben werden, ohne sie auf jedem Gerät separat zu speichern. (Bild: Fotolia)

Unter Haustechnik oder auch Versorgungstechnik werden alle technischen Maßnahmen verstanden, die in Räumen und Gebäuden der energetischen sowie der stofflichen Versorgung und der Entsorgung aller Abfallprodukte dienen. Dies sind beispielsweise Beheizung und Beleuchtung, die Zufuhr von Wasser und Luft sowie die Abfuhr von Abwasser und Müll.

 

Neben diesen Techniken, die das Gebäude für die Bewohner nutzbar machen sollen, sind im Haus noch weitere Technologien zu finden. Da wären zum einen die Küchengeräte wie Spülmaschine, Backofen, Kühlschrank, etc. oder auch die Multimedia-Geräte wie Fernseher, Telefon und Computer. Während diese in der Vergangenheit nur für sich alleine funktionierten, ist ihre Vernetzung untereinander immer weiter auf dem Vormarsch und in den meisten Haushalten bereits angekommen und voll integriert. Über das herkömmliche Computernetzwerk können kabellos digitale Inhalte in Form von Filmen, Musik, Informationen, etc. überall im Haus konsumiert werden. Es ist kein Problem mehr, die letzten Urlaubsbilder über das Tablet in der Küche, dem Fernseher im Wohnzimmer oder dem Laptop im Arbeitszimmer zu zeigen, ohne sie auf jedem einzelnen Gerät speichern zu müssen. 

Die zentrale Steuerung der Heizungsanlage macht Sinn: so kann in jedem Raum die gewünschte Temperatur voreingestellt werden. (Bild: Fotolia)

Doch nicht nur im multimedialen Bereich wird Vernetzung großgeschrieben. Ein in vielen Facetten intelligentes Haus ist keine Zukunftsvision aus Science-Fiction-Filmen mehr. Heutzutage können Geräte miteinander vernetzt und zentral gesteuert werden sowie komplett eigenständig agieren. Mittlerweile ist die Basis für die clevere Technologie in den meisten Haushalten gegeben, wie eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zeigt. Von den rund 40 Millionen Haushalten in Deutschland verfügen mehr als 80 Prozent über einen Internetanschluss. Vier von fünf dieser Haushalte haben WLAN, fast ebenso groß ist der Anteil mobiler Nutzer, die im Internet über ihr Smartphone oder ihren Tablet-PC surfen. In der Summe sind es etwa 26 Millionen Haushalte, die theoretisch Smart Home Technologien einsetzen könnten.

"Habe ich die Haustür abgeschlossen?" Diese Frage gehört mit Smart-Home-Anwendungen der Vergangenheit an. (Bild: Fotolia)

Grundsätzlich sind die Deutschen einer intelligenten Vernetzung ihres Eigenheims gegenüber positiv eingestellt. Laut der GfK-Studie zeigen rund 40 Prozent der Haushalte ein konkretes Interesse an Smart-Home-Lösungen. Viele haben ohnehin schon Rauchmelder oder Lichtdimmer im Haus. Das Neue an Smart Home ist, dass die Geräte untereinander vernetzt sind und sie sehr vielseitig genutzt werden können: Damit lässt sich nicht nur Energie sparen, sondern auch die Sicherheit erhöhen und eine angenehme Wohlfühlatmosphäre schaffen. So kann beispielsweise ein intelligenter Stromzähler den Strom genau dann aus dem Netz ziehen, wenn er am günstigsten ist. Besonders umweltfreundlich ist die Energiegewinnung mit dem eigenen Haus. Gebäudetechniken wie Solaranalagen oder Wärmepumpen machen dies möglich. Die Vernetzung von Wärmeerzeugern, -speichern und den Verbrauchern gelingt in einem Smart-Home-Konzept. 

Funksensoren oder Bewegungsmelder lassen sich ganz leicht an Fenstern und Türen installieren und dann per App steuern. So können auch Mieter ihre vier Wände "cleverer" machen. (Bild: Fotolia)

Egal ob Bewegungsmelder, zentrale Steckdosensteuerung oder Rollladenmotoren – Eigentümer können ihre vier Wände relativ unkompliziert zu einem Smart Home machen und sind dabei kaum an Regeln gebunden. Aber auch Mieter können mit einfachen Hilfsmitteln ihr Zuhause „cleverer“ machen. Beispielsweise lassen sich Funksensoren oder Bewegungsmelder ganz leicht an Fenstern und Türen installieren. Damit alle Informationen via Tablet oder Smartphone abrufbar sind, ist eine Verknüpfung mit dem heimischen WLAN notwendig. Viele Anwendungen können dann sogar per App gesteuert werden.

 

Einsatzmöglichkeiten für Smart Home

 

Morgens nie mehr kalte Füße im Bad, kein Warten mehr auf den Kaffee, ein optimierter Energieverbrauch und die Gewissheit, dass Zuhause alles in Ordnung ist. Smart Home Technologien steigern nicht nur die Energieeffizienz im Eigenheim, sondern auch die Sicherheit und den Komfort. 

Im Smart Home lassen sich Anwendungen bedarfsgerecht steuern - es wird weniger Strom verbraucht und somit Geld gespart. (Bild: Fotolia)

Energiesparen

 

Die einzelnen Geräte lassen sich so programmieren, dass sie zu bestimmten Zeiten anspringen oder auf vorher festgelegte Szenarien reagieren. Beispielsweise wird die Raumtemperatur erst zu einer Uhrzeit erhöht, wenn sich der Hausbesitzer nach der Arbeit auf dem Heimweg befindet. Oder sie wird herunterreguliert, sobald die Fenster in einem Raum geöffnet werden. Auch ein intelligenter Stromzähler kann dabei helfen, Energie zu sparen: Er zeigt die Kosten für den Stromverbrauch digital an. Der Hausbesitzer kann seinen Verbrauch entsprechend optimieren. Zusätzlich kann beim Verlassen des Hauses gespart werden, indem mit einem einzigen Knopfdruck oder automatisch beim Abziehen des Schlüssels sämtliche unnötigen Stromverbraucher automatisch abgeschaltet werden. Auch Verdunklungsmöglichkeiten, wie Rollläden oder Jalousien öffnen oder schließen sich je nach Wetter. Mittels Kommunikation mit Sensoren erhalten sie den Befehl zum Rauf- oder Runterfahren und halten im Sommer so die Innenräume kühl, während im Winter die Sonnenenergie zum Erwärmen genutzt werden kann.

Bei unberechtigtem Zutritt schlagen smarte Systeme sofort Alarm. So kann man sich auch unterwegs sicher fühlen. (Bild: Fotolia)

Sicherheit

 

Nicht zu unterschätzen ist heutzutage der Sicherheitsaspekt. Um mit einem guten Gefühl das Haus verlassen zu können, ist ein intelligentes Sicherheits- und Alarmsystem von Vorteil. Die Kontrolle, ob Fenster und Türen geschlossen sind und sich niemand Unberechtigtes am oder im Haus befindet, übernehmen und kontrollieren smarte Systeme. Umgehend alarmiert wird auch bei nicht vom Menschen verursachten Störungen, wie Wasserschaden oder Austritt von Gas, um schnellstmöglich Gegenmaßnahmen einzuleiten. Mobil und komfortabel lassen sich viele Systeme per App von allen mobilen Endgeräten aus bedienen.

 

Zum Sicherheitsaspekt gehören auch mobile Türkommunikationssysteme, die den Zutritt zu den eigenen vier Wänden revolutionieren. Wo früher ein einfacher Klingelknopf und Namensschilder vorzufinden waren oder umständlich Schlüssel herausgekramt werden mussten, stehen heutzutage neue technische Entwicklungen zur Verfügung. So verhindern elektronische Türöffner unbefugten Zutritt: mittels Fingerabdruckleser, elektronischem ‚Schlüssel‘ oder Codeschloss.

Vom Sofa aus die Waschmaschine oder den Staubsaugerroboter bedienen? So erledigt sich der Haushalt von ganz allein. (Bild: Fotolia)

Komfort

 

Die Wäsche ist fertig, die Kaffeemaschine läuft, im Bad ist es bereits angenehm warm und der Lieblingsradiosender verkündet in mehreren Räumen im Haus die Nachrichten – mit Smart Home alles kein Problem. Wasch- oder Kaffeemaschine können schon vom Bett aus über eine App angeschaltet werden. Auch das Garagentor bereits über das Smartphone zu bedienen, wenn man in die Straße einbiegt, um die Wartezeit, bis es sich geöffnet hat, weiter zu verkürzen, ist ein alltäglicher Komfortgewinn. 

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