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Kinderzimmer

Kinder haben in jedem Alter andere Bedürfnisse und so sollte das Zimmer altersgerecht die Anforderungen erfüllen. Doch was gibt es bei Baby-, Kinder- und Jugendzimmer zu beachten?

Bei der Einrichtung des Kinderzimmers kommt es nicht nur auf die Optik an. (Bild: Fotolia)

Vom Wickeltisch über den ersten Schreibtisch im Grundschulalter zur Couch im Jugendzimmer – Das Kinderzimmer begleitet seine Bewohner oft jahrelang und muss immer wieder an ihre geänderten Bedürfnisse angepasst werden. Doch welche sind das überhaupt? Worauf sollte bei der Gestaltung geachtet werden? Welche Eigenschaften sollte die Einrichtung mitbringen, um kinderfreundlich zu sein? Und wie lässt sich bei all dem Wandel noch Geld sparen?

 

Babyzimmer einrichten

 

Rechtzeitig vor der errechneten Geburt sollte mit der Einrichtung des Babyzimmers begonnen werden. Wichtig ist hier neben einer behaglichen Einrichtung und kindlichen Gestaltung die Sicherheit der Kleinsten sowie die gesundheitliche Unbedenklichkeit der gewählten Materialien. Beim Möbelkauf können Eltern sich an Siegeln, wie dem GS-Zeichen orientieren.

Für Sicherheit am Kinderbettchen sorgt ein Gitterabstand von nicht mehr als 6,5 cm. So kann der Kopf des Babys nicht dazwischen geraten. Wer das Bettchen mit einem Himmel dekorieren möchte, sollte darauf achten, dass er sicher befestigt und für das Baby nicht vom Bett aus greifbar ist. (Bild: Fotolia)

Bei der Grundausstattung des Babyzimmers reicht es für die ersten Monate aus, sich auf die wesentlichen Möbelstücke Wickelkommode, Bett und Schrank bzw. Regal zu beschränken. Alles andere ist in den ersten Monaten für den Säugling unwichtig. Praktisch für die Eltern hingegen ist ein bequemer Sessel für das nächtliche Stillen bzw. Flasche geben. Generell gilt: qualitativ hochwertige Möbel bringen länger Freude. Bei einem Bett sollte darauf geachtet werden, dass es in der Höhe verstellbar ist und die Gitterstäbe abnehmbar sind. Ferner darf der Gitterstäbenabstand 6,5 cm nicht überschreiten, damit der Kopf nicht zwischen die Stäbe geraten kann. Der Lattenrost sollte sich den Bewegungen des Kindes anpassen können, elastisch und ebenfalls höhenverstellbar sein. Noch wichtiger ist die Matratze: sie sollte von allen Seiten belüftet sein.

 

Die optimale Wickelkommode sollte so hoch sein, dass man aufrecht stehend daran arbeiten kann. Am besten sind alle Wickelutensilien und Babykleider griffbereit in der Wickelkommode verstaut. Eine weiche und abwaschbare Auflage machen den Tisch bequem, Seitenbegrenzungen sorgen für Sicherheit. Bei der Einrichtung sollten die Fenster nicht vergessen werden: Es ist wichtig, dass das Zimmer abgedunkelt werden kann, da kleine Kinder in der Regel erst mehrmals und später einmal am Tag schlafen.

Als farbliche Grundlage für die Kinderzimmer-Gestaltung eignet sich Weiß. Die neutrale Farbe beruhigt und erlaubt Akzente in allen Farben. (Bild: Fotolia)

Gestaltung

 

Bei der Gestaltung sind den Eltern keine Grenzen gesetzt. Beliebteste Farbe im Babyzimmer ist Weiß. Ihr wird nachgesagt, sie wirke strahlend, aufmunternd und beruhigend zugleich und eignet sich daher bestens für Schrank, Wickelkommode und Kinderbettchen. Ansonsten sind warme Farben und ein angenehmes Licht bei der Gesamtgestaltung zu empfehlen. Im Trend liegen derzeit Pastell-Töne, die sanft und nicht zu grell sind und trotzdem Farbe in das Zimmer bringen.

 

Sicherheit

 

Die Sicherheit im Babyzimmer wird sehr groß geschrieben. Dazu zählen qualitativ hochwertige, wohngesunde Materialien ebenso wie effektive Kindersicherungen an Möbeln und Steckdosen. Die Qualität von Kindermöbeln, die meist aus massiver Buche, Birke oder Kiefer sowie furnierten Holzwerkstoffen mit entsprechend robustem, aber gesundheitlich unbedenklichem Lacküberzug bestehen, ist hierzulande durch das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ oder das „Goldene M“, das RAL-Gütezeichen für Möbel, gewährleistet. Wichtig ist ebenfalls, dass alle Ecken und Kanten abgerundet sind und keine Kabel in Greifhöhe verlaufen. Alle Steckdosen sollten mit Kindersicherungen versehen werden und gerade bei den Kleinsten ist darauf zu achten, dass nicht allzu viele Kuscheltiere, Kissen und Nest im Bett liegen. Hierdurch wird das Risiko gesteigert, dass die Kinder nicht genügend Luft bekommen.

Spätestens im Grundschulalter steht auch der Kauf eines Schreibtischs mit passendem Stuhl an. Geachtet werden sollte bei beiden Möbeln auf Ergonomie. (Bild: Fotolia)

Kinderzimmer

 

Wird das Kind größer, ist viel Platz zum Spielen und Toben wichtig. Zum wird im Kindergartenalter der erste Arbeitstisch aktuell. Zeichen, Basteln und erste Schreibübungen will es wie die Großen an einem Tisch ausführen. Dieser Tisch samt Stuhl sollte der Körpergröße des Kindes angepasst sein. Das bedeutet aber, dass die Möbel entsprechend mit dem Kind wachsen sollten. Wichtig ist zudem, dass spätestens im Schulalter jedes Kind seinen eigenen Arbeitsplatz zur Verfügung hat. Denn sowohl für Schulaufgaben wie auch für Bastelarbeiten muss es seine Zeit selber einteilen können und lernt so auch eigenständig zu arbeiten. Dass zudem jedes Kind für seine Siebensachen einen persönlichen Stauraumbereich besitzen sollte, gehört ebenfalls zur individuellen Entwicklungsfreiheit. Je größer die Kinder werden, desto mehr Spielzeug haben sie. Neben genügend Platz zum Spielen und Lernen werden daher auch großzügige Verstaumöglichkeiten in Form von Regalen oder Kisten bedeutend. Damit Spielzeug nicht überall verteilt liegt und schnell gefunden wird, ist ein durchdachtes Stausystem von Vorteil.

Als Teenager und junge Erwachsene haben Kinder andere Ansprüche an ihr Zimmer. Es wird zum Refugium, in dem nicht nur Schulaufgaben gemacht und geschlafen wird. (Bild: Fotolia)

Geld spart beim Übergang vom Kleinkind ins Kindesalter, wer auf "mitwachsende" Möbel gesetzt hat. Variable Möbel sind Beispielsweise das Bett, das durch das Entfernen der Gitterstäbe zum normalen Kinderbett wird oder auch die Wickelkommode, die mit abnehmbarem Wickeltisch zur normalen Kommode wird.

 

Um aus einem Kleinkinder- ein Kinderzimmer zu machen, bedarf es nicht immer einer aufwendigen Renovierung. Ein neuer Teppich mit altersgerechten Motiven oder Wandtattoos lassen Boden und Wände direkt etwas erwachsener, aber trotzdem noch kindgerecht wirken.

 

Jugendzimmer

 

Je älter der Nachwuchs wird, desto weniger wird gespielt und desto mehr rücken Freunde treffen und arbeiten in den Vordergrund. Bei der Einrichtung zählen vor allem die Wünsche, Vorstellungen und der Stil der Jugendlichen.

Bei der Einrichtung bzw. Neugestaltung des Jugendzimmers hilft es, verschiedene Zonen zu definieren. So trennt beispielsweise ein hohes Regal den Schlafbereich vom Rest des Zimmers. (Bild: Fotolia)

Die Meinungen der Eltern sollten hier eher in den Hintergrund rücken, denn nur wenn der Jugendliche den Raum nach seinem Geschmack einrichtet, wird er sich dort wohlfühlen. Außen vor davon ist selbstverständlich das für die Einrichtung verfügbare Budget, hier sollten Eltern klare Grenzen setzen.

 

Das Jugendzimmer ist Arbeitsbereich, Schlafzimmer und Wohnbereich in einem. Zudem wird es häufig zum Treffpunkt für den Freundeskreis. Man könnte sagen, es ist wie eine kleine, separate Wohnung. Zu empfehlen ist es, die einzelnen Bereiche Arbeiten, Schlafen und Entspannen mit einem Raumtrenner zu teilen, wenn die Zimmergröße das zulässt. Dies können funktionale Regale oder auch Vorhänge sein. In kleineren Zimmern empfiehlt es sich statt mit einem Einrichtungsgegenstand mit farblichen Akzenten einen Unterschied zu schaffen. Auch hier sollte wie auch schon in jüngeren Jahre unbedingt an genügend Stauraum gedacht werden, damit das Zimmer nicht im Chaos versinkt.

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