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Modernisierung

Die Modernisierungsmöglichkeiten am Haus sind vielfältig: Von der Dämmung über den Dachausbau bis zur neuen Heizungsanlage gibt es viel Potenzial. Vor dem Beginn der Arbeiten sollte genau geplant und über die Finanzierung nachgedacht werden.

Als Anreiz für eine Modernisierung dienen umweltfreundliche und energetische Aspekte. Zudem steigt durch eine Modernisierung der Immobilienwert. (Bild: Fotolia)

Bei der Modernisierung stehen viele Faktoren im Mittelpunkt: finanzielle, umweltfreundliche und wertsteigernde. Auch wenn Viele nachvollziehbarerweise vor allem auf den finanziellen Aspekt achten, sollte der positive Effekt für die Umwelt nicht unter den Teppich gekehrt werden. Die erhöhte Energieeffizienz ist mit Blick auf den Klimawandel ein echtes Hauptkriterium. Die Emissionen lassen sich teils drastisch senken und Kosten spart man langfristig. Die Strompreise steigen konstant an und die politische Energiewende dürfte diese Entwicklung weiter vorantreiben. Je weniger Energie für den häuslichen Betrieb verbraucht wird, desto weniger sind die Verbraucher auch von weiteren Preiserhöhungen betroffen. Mit den richtigen Maßnahmen kann man daher ein Stück weit für Unabhängigkeit sorgen. Ein zusätzlicher Punkt ist die Wertsteigerung der Immobilie. Nicht selten kommt es vor, dass Altbauten durch umfassende Modernisierung deutlich an Wert gewinnen. Und selbst wenn es nicht zu einer Steigerung reicht, so bleibt der Marktwert doch konstant und verfällt nicht.

Wenn Schäden auffallen, beispielsweise in der Dacheindeckung, kann die Reparatur mit entsprechenden Modernisierungsmaßnahmen verknüpft werden. Jetzt kann zum Beispiel auch die Dämmung ausgebessert werden. (Bild: Fotolia)

Modernisierung planen

 

Zu Anfang sollte sich bewusst gemacht werden, welche Arbeiten am Gebäude anstehen und wo es eventuell sogar Mängel und Schäden gibt, die unbedingt behoben werden müssen. Dafür sollte auf jeden Fall auch ein Fachmann – Handwerksmeister oder gar Architekt – hinzugezogen werden. Er erkennt eventuell weitere Verbesserungs- oder Ausbesserungsmaßnahmen, die als Laie nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind.

 

Wenn feststeht, welche Änderungen und Modernisierungen möglich sind, sollten Prioritäten gesetzt werden. Finanziell ist es manchmal nicht möglich, alles zu verwirklichen. Daher sollte klar sein, was aus baulichen Gründen gemacht werden muss, was den Wohnstandart deutlich verbessern würde und was nur eine Luxus-Modernisierung wäre.

Modernisierung genehmigen lassen

 

Baurechtliche Vorschriften regeln Nutzung und Gestaltung eines Gebäudes ebenso wie seine Bauphysik. Ebenso sind der Wärme- und Feuchteschutz, der Schallschutz und der Brandschutz gesetzlich festgeschrieben. Diese Regelungen müssen auf jeden Fall eingehalten werden. Es sollte sich vor Beginn der Modernisierung darüber informiert werden, welche Arbeiten keiner baulichen Genehmigung bedürfen und welche abgesegnet und erlaubt werden müssen. Auf jeden Fall ist die Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, einzuhalten. Hier werden bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergiebedarf eines Gebäudes festgeschrieben.

Der Ausbau des Dachgeschosses ist eine beliebte Modernisierungsmaßnahme, denn sie erweitert den Wohn- und Nutzraum, ohne den Grundriss des Gebäudes erweitern zu müssen. (Bild: Fotolia)

Wohn- und Nutzraum vergrößern oder verändern

 

Nachwuchs ist unterwegs, mehr Arbeitsplatz wird benötigt oder ein neues Hobby fordert seinen eigenen Raum. Gründe für eine Vergrößerung oder Veränderung des Wohnraums gibt es viele. Um ihn zu vergrößern, ist die wohl naheliegendste Möglichkeit, anzubauen. Hierbei kann gleich ein oder mehrere Räume neu geschaffen werden. Ein Beispiel dafür ist der Anbau eines Wintergartens, der durch den hohen Glasanteil nicht nur räumlich den Wohnraum vergrößert, sondern den vorhandenen Raum auch optisch weitläufiger erscheinen lässt. Wer im Außenbereich nicht den Platz hat, anzubauen, für den gibt es die Möglichkeit, das Dachgeschoss auszubauen und so viel neuen Platz zu schaffen. Hierbei sind die räumlichen Besonderheiten, zum Beispiel Dachschrägen, zu beachten und in der Planung zu berücksichtigen. Ebenfalls wichtig ist eine ausreichende Dämmung und je nach Nutzung des ausgebauten Dachraumes, der Einbau zusätzlicher Dachfenster, um viel natürliches Licht zu erhalten. Im Außenbereich selbst lässt sich durch den Anbau eines Balkons oder die Vergrößerung der Terrasse neuer Wohnraum für die warmen Tage schaffen.

Wer bei einer Modernisierung energetische Faktoren mit einbezieht, kann beispielsweise von langfristig gesenktem Heizenergiebedarf profitieren. (Bild: Fotolia)

Wer nicht anbauen, sondern den vorhandenen Platz nur umstrukturieren möchte, für den gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn die Raumaufteilung verändert wird, sollte vorher geprüft werden, welche Wände tragend sind und welche ohne großen Aufwand durchgebrochen werden können. Ist erstmal alles abgerissen, was nicht mehr gewünscht ist, geht es an den Wiederaufbau. Der geht mit Trockenbauplatten schnell und so entstehen innerhalb weniger Tage komplett neue Räume. Eine beliebte Maßnahme bei der Raumveränderung ist ein Durchbruch zwischen Küche und Wohnzimmer, um ein offenes Wohngefühl zu schaffen und auf großzügig geschnittenem Platz zu wohnen.

 

Energetische Modernisierung

 

In Sachen Energieeffizienz kann durch eine Modernisierung viel verbessert werden. Dazu gehört zum einen eine neue Dämmung. Diese trägt entscheidend dazu bei, das Raumklima angenehm zu halten. Das bedeutet, dass im Winter keine wertvolle Heizenergie entweicht und im Sommer die Räume angenehm kühl bleiben. Gedämmt werden können sowohl die Fassade als auch das Dach. Bei letzterem unterscheidet man zwischen Aufsparren-, Zwischensparren- und Untersparrendämmung. Der Unterschied liegt in der Position des Dämmmaterials.

Steigerungen in Sachen Komfort und Sicherheit bietet beispielsweise die Automation der Rollläden. (Bild: Fotolia)

Ebenfalls trägt der Austausch der Heizungsanlage von einer umweltbelastenden Öl- oder Gasheizung hin zu Alternativen wie Wärmepumpe oder Solaranlage maßgeblich zur besseren Energiebilanz des Hauses bei. Auch finanziell gibt es viele Vorteile: Neben Förderungen vom Staat, schlägt sich die Unabhängigkeit von Strom- Öl- und Gasanbietern auf den Geldbeutel nieder. Welche Anlage die geeignetste ist, muss je nach baulicher Gegebenheit und Bedarf der Bewohner entschieden werden.

 

Haustechnik und Sicherheit

 

Technisch kann bei einer Modernisierung viel getan werden. Hier stehen zum einen die Sicherheit und zum anderen der Wohnkomfort im Vordergrund. Eine Möglichkeit ist die nachträgliche Installation eines sogenannten Smart Home Systems, welches verschiedene Geräte im Haus via Internet miteinander vernetzt und per Fernbedienung oder App gesteuert werden kann. So kann beispielsweise die Heizung im gesamten Haus aufgedreht werden, ohne dass man daheim sein muss. Diese Funktionen erhöhen den Wohnkomfort und machen den Alltag in vielen Situationen einfacher und sicherer. Denn elektronische Schließsysteme oder Schutzmaßnahmen wie elektrisch betriebene Rollläden oder eine Alarmanlage schützen das Haus vor Einbrüchen.

Für frischen Wind in den eigenen vier Wänden sorgt beispielsweise ein neuer Bodenbelag. (Bild: Fotolia)

Optische Veränderung

 

Zu Modernisierungsmaßnahmen wird nicht nur gegriffen, wenn Mängel oder Schäden behoben werden sollen, sondern auch um die Optik des Hauses zu verschönern. Dazu gehört beispielsweise eine neue Dacheindeckung oder ein neuer Fassadenanstrich. Im Interieur können Renovierungen wie eine Neugestaltung der Wände oder des Bodenbelags frischen Wind in die eigenen vier Wände bringen.

 

Unterm Strich ist es sinnvoll, mehrere Maßnahmen zu verbinden, um Kosten und Zeit zu sparen. Beispiele hierfür sind die Neueindeckung des Daches mit der Erneuerung der Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung oder die Neugestaltung der Fassade mit einer neuen Fassadendämmung. Eine Heizungsanlage und ein Smart Home System bieten sich ebenfalls an, gemeinsam zu installieren.

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