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Türen & Fenster

Als Schnittstelle zwischen Innen- und Außenbereich sollte den Haus- oder Terrassentüren und den Fensterflächen bei der Hausbauplanung viel Aufmerksamkeit gewidmet werden. Relevante Faktoren sind neben optischen Aspekten Einbruchschutz, Schall- und Wärmedämmung. Auch im Innenbereich kommt es nicht ausschließlich auf das Aussehen an.

Warme Farben und eine natürliche Holzoptik tragen zu einem angenehmen Ambiente bei, das jeden Besucher willkommen heißt. (Bild: Fotolia)

Türen und Fenster sind mehr als nur Raumtrenner. Sie gewähren sicheren Zugang, bieten wunderschöne Ausblicke, sorgen für frische Luft oder schaffen verlässliche Privatsphäre. Damit sind sie entscheidender Faktor, wenn es um die Wohnharmonie geht. Abhängig davon, welche Bereiche Fenster und Türen voneinander trennen, gilt es, unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen: Haus- und Terrassentüren unterstützen idealerweise das häusliche Energiekonzept und optimieren Einbruch- und Schallschutz. Zudem sollte die äußere Erscheinung nicht zu kurz kommen, schließlich sind die an der Fassade sichtbaren Raumtrenner von außen, wie auch von innen zu sehen.

 

Energetische Anforderungen an Fenster und Haustüren

 

Mit dem Ziel, die CO2-Emissionen in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich zu reduzieren, steigen die Ansprüche an den Gebäudebestand sowie an den Neubau. In der Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, werden die energetischen Anforderungen festgehalten, die es bei baulichen Maßnahmen einzuhalten gilt. Zuletzt wurden die Vorgaben der EnEV mit Beginn des Jahres 2016 verschärft.

Die EnEV schreibt vor, wie viel Wärme durch Fenster und Türen entweichen darf. Eine Wärmebildkamera bringt Aufschluss. (Bild: Fotolia)

So definiert die EnEV beispielsweise Wärmedurchgangskoeffizienten pro Bauteil, die nicht überschritten werden dürfen. Sie schreibt also vor, dass Außenwände von Wohngebäuden maximal 0,24 W/(m2K) Energie durchlassen dürfen. Auf diese Weise kann sie die Wärme- und damit Energieverluste einschränken. Für Außentüren beträgt dieser Wert 1,8 W/(m2K), für außen liegende Fenster, die sich öffnen lassen, 1,6 W/(m2K). Dachflächenfenster, die nicht zu öffnen sind, dürfen 1,4 W/(m2K) nicht überschreiten. Bei der Wahl der Haustür und der Fenster stehen Bauherren damit nicht nur vor einer optischen Entscheidung. Unterschiedliche Materialien unterstützen jedoch bereits naturbedingt das Erreichen der ambitionierten Energieziele – beispielsweise Holz.

Auch Fenster und Türen tragen idealerweise ihren Teil dazu bei, die eigenen vier Wände vor ungebetenem Besuch zu schützen. (Bild: Fotolia)

Einbruchsicherung

 

Ein weiterer Faktor, der bei der Wahl von Haustür und Fenstern essentiell ist, ist die Einbruchhemmung. Nach DIN EN 1627 ist sie in sieben Widerstandsklassen unterteilt. Für den privaten Bereich empfiehlt die Polizei die Widerstandsklasse RC 2, bei hohem Wert des Hausrates oder erhöhtem Sicherheitsbedürfnis kommt auch RC 3 in Frage. Alle höheren Klassen finden vorwiegend im gewerblichen Bereich Anwendung.

 

Bei Fenstern und Fenstertüren, wie etwa die Terrassentür, sollten nach DIN 1627 zertifizierte Modelle gewählt werden. Dadurch können Schwachstellen in der Konstruktion mit Rahmen, Beschlag und Verglasung ausgeschlossen werden. Wer die Einbruchsicherheit beispielsweise bei alten Fenstern verbessern möchte, sollte Aufschraubsicherungen oder abschließbare Fenstergriffe in Betracht ziehen. Die Einbruchsicherung an der Haustür kann mithilfe eines hochwertigen DIN zertifizierten Schließzylinders, eines Türspions und einer Bändersicherung über Hintergreifhaken aufgewertet werden. Zudem leisten die unterschiedlichen Materialien des Türblatts einen Beitrag zum Einbruchschutz.

Eine Haustür aus Kunststoff ist pflegeleicht und gefällt zudem aufgrund ihrer schlichten, modernen Erscheinung. (Bild: Fotolia)

Kunststoff-Haustür

 

In der Regel entscheiden sich Bauherren beim Kauf einer Haustür zwischen den Materialien Kunststoff, Aluminium und Holz. Jedes dieser Materialien birgt Vor- und auch Nachteile. Eine Haustür aus Kunststoff ist verhältnismäßig günstig in Anschaffung und Wartung. Zudem sind sie hinsichtlich Wärmeschutz und Pflegeaufwand eine gute Wahl. Bei der Anschaffung ist jedoch darauf zu achten, dass das Modell einen umlaufenden Stahlkern besitzt. Andernfalls besteht die Möglichkeit, dass sich das Material im Laufe der Zeit verzieht. Der Stahlkern optimiert zudem den Einbruchschutz.

Auch eine Haustür aus Holz kann modern wirken. Die Edelstahl-Elemente und der lange Griff kontrastieren ansprechend mit dem warmen Holz. (Bild: Fotolia)

Aluminium-Haustür

 

Aufgrund ihrer Stabilität werden Haustüren aus Aluminium besonders hohen Sicherheitsstandards gerecht. Sie sind außerdem sehr pflegeleicht und trotzen mit entsprechend behandelter Oberfläche auch extremen Witterungseinflüssen. Als Nachteil sind die Dämmeigenschaften zu nennen. Um hier die aktuellen EnEV-Anforderungen zu erreichen, ist in der Regel eine zusätzliche Dämmschicht vonnöten.

 

Holz-Haustür

 

Wer auf Natürlichkeit vertraut, ist mit einer Holztür gut beraten. Wie auch bei der Kunststofftür empfiehlt sich beim Kauf einer Holztür die Wahl eines Modells mit Stahlkern. Temperaturbedingten Verformungen des Holzes kann auf diese Weise vorgebeugt werden. Zudem unterstützt ein Kern aus Stahl die Einbruchsicherheit. Geschätzt werden diese Haustür-Modelle darüber hinaus aufgrund ihrer Dämmeigenschaften. Einziges Manko ist ihre Pflegeintensität. Die Oberfläche des natürlichen Materials muss regelmäßig lasiert werden, um der Witterung langfristig trotzen zu können.

Gestaltungsmöglichkeiten an der Haustür

 

Variiert werden können neben den Materialien auch die Farben und Strukturen des Türblatts. Reizvoll sind beispielsweise profilierte Designs, die der Fassade eine klassische Erscheinung geben. Im Zusammenspiel mit einem romantisch gewölbten Türsturz und vertikalen Glaselementen seitlich der Eingangstür, die den Stil fortsetzen, lässt sich ein harmonischer Hauszugang im Landhausstil gestalten. Liebhaber schlichter Designs lassen sich möglicherweise für Designs mit ebenem Türblatt und linearen Formen begeistern. In schlichten Farben wie Weiß oder Anthrazit setzen sie einen puristischen Akzent an der Fassade und betonen damit die Zeitlosigkeit eines Hauses. Beliebte Gestaltungsideen sind dabei unter anderem Edelstahl-Türgriffe, die sich nahezu vollständig über die Höhe des Türblatts erstrecken. Besonders einladend wirken Eingangsbereiche, die mit Glaselementen arbeiten. Gerne werden Haustüren außerdem mit Accessoires verschönert, beispielsweise einem Türkranz.

Ein profiliertes Design an der Haustür im Zusammenspiel mit Rundbogen und Glaseinsätzen verleiht dem Hauseingang eine klassische Erscheinung. (Bild: Fotolia)

Platzspartüren für Innen

 

Moderne Architektur lebt von offenen Raumstrukturen. Wohnbereiche gehen dabei fließend ineinander über, breite Durchgänge sind die Regel. Um dennoch Räume voneinander zu trennen, müssen durchdachte Türsysteme her. Für das beschriebene Szenario sind die bewährten Schwingtüren oft nicht geeignet. Ihr Schwenkraum würde zu viel Platz im Raum beanspruchen. Empfehlenswert sind stattdessen Schiebe- oder Falttür-Systeme, die sich bereits in kleinen Räumen bewährt haben. Dabei lässt sich das Türblatt vor der Wand zur Seite schieben, sodass die Tür einen Raum frei gibt, ohne den Schwenkraum einer klassischen Schwingtür zu benötigen. Bei der Falttür besteht das Türblatt aus mehreren vertikalen Segmenten, die sich beim Öffnen einfach zusammenfalten. So entsteht die dafür charakteristische Ziehharmonika-Optik.

Harmonie am Hauseingang: Fenster und Türen mit Stuckelementen im ähnlichen Stil tragen zu einem runden Erscheinungsbild bei. (Bild: Fotolia)

Design von Türblatt und Fensterflügel

 

Vielseitige Designs und kreative Accessoires machen Türen und Fenster zu echten Highlights am und im Haus. Neben den Materialien können Farbe und Stil eines Raumtrenners gewählt werden. In puristischen Gebäuden kann zum Beispiel eine Haustür in knalliger Farbe zum absoluten Blickfang werden. In die Optik eines traditionellen Fachwerkhauses integriert sich möglicherweise eher die formschöne Landhaustür mit Profil und geschwungenem Lichtausschnitt. Gleiches gilt für Fenster: Unterschiedliche Stile setzen unterschiedliche Akzente in der Erscheinung des Hauses. So wirkt ein hohes Fenster mit filigranen Sprossen oder ein Rundbogenfenster eher traditionell, während hohe Fenster in asymmetrischer Form eher die Zeitlosigkeit eines Gebäudes betonen. Die Optik der Fassade wird abgerundet, wenn Fenster und Türen im gleichen Stil gehalten sind.

Zu einer puristischen Inneneinrichtung gehören die passenden Fenster und Türen. Glastüren und große Fensterflächen lassen darüber hinaus viel Licht in den Raum. (Bild: Fotolia)

Auch im Innenraum spricht die Wahl von Türen und eventuellen Fenstern Bände: Puristen lassen sich hier möglicherweise für wandbündige Modelle mit glatter Oberfläche oder sogar Glastüren begeistern. Letztere wissen mit ihren überraschend vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten sowie einem sehr hohen Lichtertrag zu überzeugen. Besitzt beispielsweise ein Flur keine Fensterfläche, sondern muss zu jeder Tageszeit mit Lampen ausgeleuchtet werden, kann tagsüber mithilfe von Glastüren der Lichtertrag aus beispielsweise dem üppig verglasten Wohnbereich bis in den Flur gelangen. Wer den Lichteinfall einer Glastür mit Privatsphäre verknüpfen möchte, kann auf matte und damit blickdichte Scheiben zurückgreifen.

Beschläge

 

Abgerundet wird die Gestaltung von Türen und Fenstern mit Klinken, Schlössern und Bändern. Insbesondere die Klinken sollten als robustem, aber angenehmem und leicht zu reinigendem Material bestehen – schließlich werden sie beim Öffnen und Schließen ständig beansprucht. Den gestalterischen Möglichkeiten sind dabei keine Grenzen gesetzt. Es sind sowohl schlicht gehaltene, als auch markante Türdrücker denkbar. Auch hier gilt jedoch die Devise: Wenn die Gestaltung von der Garnitur auf das Design der Tür bzw. des Fensters abgestimmt ist, ergibt sich ein rundum schlüssiges und harmonisches Bild.

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