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Pyrethroide

Pyrethroide ist der Sammelbegriff für eine Gruppe von Pestiziden . Der Ausgangsstoff ist Pyrethrum , ein natürliches Pestizid, das von der Chrysantheme gebildet wird.

Da Pyrethrum sehr kurzlebig ist, wurde es im Labor verändert. Die entstandenen Pyrethroide sind sehr langlebig, enthalten Chlor und hochwirksame Nervengifte.

Sie sind heute noch für die Anwendung in Innenräumen zugelassen und werden gern als „biologisches Pestizid“ verkauft. Das darf aber nicht über ihre hohe Giftwirkung hinwegtäuschen. Es sind Bestrebungen in Gange, Pyrethroide zu verbieten und sie in die Liste der weltweit schädlichsten Substanzen aufzunehmen.

Gebräuchliche Pyrethroide finden Sie in der Untertabelle „Pyrethroide“.Pyrethroide werden als Holzschutzanstrich im Innenraum angeboten, sie dienen als Mottenschutz in Woll teppichen und auch in Woll textilien , die „eulanisiert“, d. h. mottensicher angeboten werden.

In Elektroverdampfern werden sie zur Vernichtung von Insekten eingesetzt. Zusätzlich sind Pyrethroide natürlich in den Pestiziden enthalten, die für Innen- und Außenbehandlung gegen alle denkbaren Schädlinge frei verkäuflich sind. Der wichtigste Vertreter der Pyrethroide ist das krebserzeugende Permithrin. Es ist frei im Handel erhältlich als Pflanzenschutzmittel und Insektenvernichtungsmittel. Sprays und Pulver gegen Flöhe an Haustieren enthalten ebenfalls Pyrethroide.

Vergiftungen durch Pyrethroide nehemen laufend zu und eine Studie hat bewiesen, das nur noch 0,5% aller Wohnungen frei von einer Pyrethroidbelastung sind.

 

Geläufige Pyrethroide werden hier namentlich aufgeführt:

Allethrin

Alpha-Cyperin

Alphametrin

Bioalletrin

Bioresmethin

Cyflutrin

Cypermethrin

Deltamethrin

Esbiol

Paraquat

Permithrin

Resmethrin

 

Bei Vergiftungen durch Pyrethroide kommt es zu Hauterkrankungen (bedingt durch den Chloranteil), Magen- und Darmbeschwerden und Empfindungsstörungen an den Gliedmaßen.

Pyrethroide verursachen Reizungen der Schleimhäute und der Augen.

Durch die Mittel Esbiol und Paraquat, beide sind im Handel erhältlich, ergibt sich eine Reihe schwerer, zum Teil tödlicher Vergiftungserscheinungen. Dabei werden die inneren Organe zunehmend geschädigt. Permitrin wurde mittlerweile als krebserzeugende Substanz eingestuft.

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