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Sechs Haushaltsfehler, die man kennen sollte

Viele Reinigungsmittel kann man sich sparen, wenn man auf haushaltsüblichen Essigreiniger zurückgreift. Jedoch hat auch dieser seine Grenzen. (Bild: Fotolia)

„Das bisschen Haushalt kann so schwer nicht sein.“ – eine Aussage, die man immer wieder hört. Im Grunde stimmt das auch. Moderne Reinigungsmittel und -methoden machen das Putzen deutlich einfacher als es das zu Großmutters Zeiten war. Und doch gibt es einige Fehler, die unbedingt vermieden werden sollten.

1. Allzweckwaffe: Essigreiniger?

 

Als Mittel gegen Kalk im Wasserkocher, auf Armaturen im Bad und als Fettlöser in der Küche ist handelsüblicher Essigreiniger tatsächlich die absolute Allzweckwaffe. Zudem wirkt er desinfizierend und ersetzt so viele chemische Desinfektionsmittel. Verwendet werden sollte Essigreiniger nur in verdünnter Form und die gereinigten Flächen sollten unbedingt danach mit klarem Wasser nachgewischt werden. So weit, so gut. Doch Vorsicht: Essigreiniger bekämpft neben Kalk und Fett auch Silikon und Dichtungen, da die in ihm enthaltenen Weichmacher diese spröde machen können.  Auch einige Natursteine, wie Marmor, Schiefer oder Granit, vertragen das saure Reinigungsmittel nicht und werden nicht gesäubert, sondern angegriffen. 

 


2. Reinigungsmittel mischen

 

Viel hilft nicht immer viel. Im Falle von Reinigungsmitteln bedeutet dies, dass sie nicht besser wirken, wenn man sie mischt. Dies ist sogar gefährlicher, da beispielsweise bei der Vermischung von sauren Reinigern mit solchen mit Aktivgas giftiges Chlorgas entstehen kann. Anders läuft es bei der Vermischung von sauren und alkalischen Mitteln: Hier heben sich die Wirkungen schlichtweg auf und sie säubern nicht mehr. Die Reiniger sind im Einzelnen genau auf ihren Zweck abgestimmt und sollten auf keinen Fall für einen anderen verwendet werden.

Ein bakterienfreies Haus versprechen Desinfektionsmittel. Das ist tatsächlich wenig wünschenswert, da so das Immunsystem geschwächt wird. (Bild: Fotolia)

3. Das ganze Haus desinfizieren

 

Zahlreiche Desinfektionsmittel versprechen, das Bad, die Küche und einfach jeden Raum und Oberfläche nicht nur sauber sondern auch frei von jeglichen Bakterien zu machen. Was sich zuerst gesund und gut anhört, ist in Wahrheit überflüssig und im Zweifel schädlich. Mikroorganismen, die sich in Haushalt tummeln, sind weitestgehend harmlos und mit Desinfektionsmittel behandelt können sie langfristig eine Resistenz dagegen bilden. Dies macht das Abtöten der ernsthaft gesundheitsgefährdenden Bakterien dann schwieriger. Des Weiteren schwächen die desinfizierenden Mittel das menschliche Immunsystem, gerade das von Kindern, da es nicht durch die harmlosen Bakterien „trainiert“ wird. Zudem können Spuren der aggressiven Reiniger in Schleimhäute und Atemwege gelangen und zu gesundheitlichen Problemen führen.

 

4. Schwämme wochenlang benutzen

 

Die meisten Keime lauern entgegen des allgemeinen Glaubens nicht im Bad sondern in der Küche. Gerade feuchte Bürsten, Schwämme und Tücher bieten ihnen das optimale Umfeld, um sich zu vermehren. Insbesondere die Verarbeitung von rohen Lebensmitteln, wie Fisch und Fleisch, sowie die anschließende Reinigung regt das muntere Bakterientreiben auf den Reinigungsutensilien an. Ratsam ist es, sie regelmäßig einmal in der Woche, bei wärmeren Temperaturen – im Sommer auch öfter – auszutauschen. Doch anstatt in den Müll, wandern die Lappen und Schwämme besser bei 60 Grad in die Waschmaschine und können anschließend wiederverwendet werden. Allgemein eignen sich Tücher und Lappen durch ihre schnellere Trocknungszeit besser für die Reinigung in der Küche  als Schwämme. Außerdem ist es wichtig, getrennte Reinigungsutensilien für Geschirr, Arbeitsfläche und Fußböden zu verwenden.

Werden Fenster bei wolkigem, aber trockenem Wetter geputzt, erzielt man ein ideals Ergebnis. (Bild: Fotolia)

5. Fenster putzen bei Sonnenschein

 

Was wegen besserer Sichtbarkeit von Schmutz und Schlieren erstmal sinnvoll erscheint, ist eigentlich kontraproduktiv. Wenn Fenster bei strahlendem Sonnenschein geputzt werden, trocknen sie so schnell, dass unansehnliche Schlieren und Streifen erst entstehen. Besser ist es, bei bewölktem, aber trockenem Wetter die Fenster und Glastüren zu reinigen. Dabei sollte darauf geachtet werden, das Fenster erst mit einem sauberen Tuch und Reinigungsmittel von Schmutz zu befreien und es anschließend mit einem Mikrofasertuch zu trocknen.

 

6. Fußböden zu nass wischen

 

Jeder Fußboden muss regelmäßig gereinigt werden und dazu gehört auch das Wischen. Jedoch vertragen es viele Beläge nicht, mit zu viel Wasser gereinigt zu werden. Gerade Holzböden sollten immer nur nebelfeucht gewischt werden, damit sie das Wasser nicht aufnehmen und aufquellen. Hier empfiehlt es sich, nur bei Verschmutzungen nass zu reinigen und ansonsten den Boden regelmäßig durch Saugen und Kehren von Staub und grobem Schmutz zu reinigen. Wird doch einmal ein Glas umgeschüttet oder es entsteht ein anderer Fleck, sollte jedoch sofort gehandelt und dieser mit einem ebenfalls nebelfeuchten Tuch beseitigt werden.

 

 

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